Grand Tour
„Standbildartig aneinander gereihte Aufnahmen einzelner Bildmotive in der Abfolge ihrer Ordnung im Archiv, jeweils für einige Sekunden gezeigt, sind akustisch hinterlegt mit den Sujets entsprechenden literarischen Reiseberichten aus verschiedenen Zeiten, um die Formung des touristischen Blicks durch Bilder und literarische Darstellungen aufzuzeigen. Eine Italienreise, 'Le Grand Tour', gehörte im 17. und 18. Jahrhundert zu den Selbstverständlichkeiten einer Künstlerlaufbahn; über die Einrichtung von Rom- Stipendien durch die Akademien wurden jungen Künstlern zur fachgerechten Ausbildung mehrjährige Aufenthalte und Reisen im Land ermöglicht. Gemeinsam durchwanderten die Maler die antiken Ruinenfelder und zeichneten vor Ort Kunstdenkmäler und Landschaftsansichten, die in eindrucksvolle Gemälde umgesetzt in ganz Europa ihre Abnehmer fanden. Das oft autobiografisch motivierte literarische Thema der Erzählung von den Lehr- und Wanderjahren oder Goethes Eindrücke von seiner 'Italienischen Reise' taten das Ihre zum damals anhebenden Kulturtourismus. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kamen Künstlerinnen als Reisende – wenn überhaupt – erst ab den 1920er Jahren zum Zug. Ein Aspekt dieser Videoarbeit ist daher, anhand der zitierten Ausschnitte aus Reiseberichten zu hinterfragen, wie sich Rollenbilder und Verhaltensmuster in Bezug auf das Reisen wie auch auf den Status als KünstlerIn im Lauf der Zeit verändert haben." Ulrike Matzer
„Standbildartig aneinander gereihte Aufnahmen einzelner Bildmotive in der Abfolge ihrer Ordnung im Archiv, jeweils für einige Sekunden gezeigt, sind akustisch hinterlegt mit den Sujets entsprechenden literarischen Reiseberichten aus verschiedenen Zeiten, um die Formung des touristischen Blicks durch Bilder und literarische Darstellungen aufzuzeigen. Eine Italienreise, 'Le Grand Tour', gehörte im 17. und 18. Jahrhundert zu den Selbstverständlichkeiten einer Künstlerlaufbahn; über die Einrichtung von Rom- Stipendien durch die Akademien wurden jungen Künstlern zur fachgerechten Ausbildung mehrjährige Aufenthalte und Reisen im Land ermöglicht. Gemeinsam durchwanderten die Maler die antiken Ruinenfelder und zeichneten vor Ort Kunstdenkmäler und Landschaftsansichten, die in eindrucksvolle Gemälde umgesetzt in ganz Europa ihre Abnehmer fanden. Das oft autobiografisch motivierte literarische Thema der Erzählung von den Lehr- und Wanderjahren oder Goethes Eindrücke von seiner 'Italienischen Reise' taten das Ihre zum damals anhebenden Kulturtourismus. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kamen Künstlerinnen als Reisende – wenn überhaupt – erst ab den 1920er Jahren zum Zug. Ein Aspekt dieser Videoarbeit ist daher, anhand der zitierten Ausschnitte aus Reiseberichten zu hinterfragen, wie sich Rollenbilder und Verhaltensmuster in Bezug auf das Reisen wie auch auf den Status als KünstlerIn im Lauf der Zeit verändert haben." Ulrike Matzer
